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Ich muss mal was wissen zum Realitätsabgleich:
Führt Ihr auch ständig virtuelle Gespräche mit konkreten Gesprächspartner*innen im Kopf, also so, dass Ihr Eure Gedanken so formuliert, wie Ihr sie dieser speziellen Person mitteilen würdet und dann vielleicht noch mal den gleichen Gedanken für eine andere Person, Euch mögliche Nachfragen vorstellt, diese dann auch beantwortet. Oder denkt Ihr einfach so vor Euch hin oder redet mit Euch selbst? Gerne Boost und Austausch.

Ich danke wirklich sehr für die erhellenden Ergebnisse. Ich glaube ich muss noch eine Folgeumfrage dran hängen:

Wenn Ihr Euch im Kopf mit anderen virtuellen oder realen Menschen unterhaltet, was ist der Hauptgrund dafür?

@DamnedSnob Rede nur mit mir selber, aber dafür würge ich im Kopf oft andere Menschen. 😂
Manchmal werde ich von einer Stimme in meinem Kopf gelobt, aber ein Gespräch entsteht daraus nicht.

@daniel Zum Würgen fehlt mir leider die bildliche Vorstellung (Aphantasie), aber wüst beschimpfen ist auch gut. 😂

@DamnedSnob
Ist tatsächlich weniger bildlich als Bewegung. Also ich stelle mir vor, wie ich ein Revers greife, und es um einen Hals schlinge. Das kann ich auch mit geschlossenen Augen, ist also nichts, was ich mir vorstelle zu sehen, sondern in meinen Händen und dem restlichen Körper zu fühlen.
@DamnedSnob
Als Analogie: wenn ich einen Handstand machen will, muss ich mir nicht vorstellen, wie das vor außen aussieht, sondern welche Bewegungen ich dafür ausführen muss und wie sich das im Körper anfühlt. Jetzt nur für mich gesprochen, vielleicht machen andere das anders.

@daniel Ach cool. Dazu fehlt mir die Körperwahrnehmung, glaube ich.

@DamnedSnob ja, hab ich bei den meisten Themen. Sind häufig die selben Personen, die dann jeweils für ein paar Themen "zuständig" sind.

@DamnedSnob Eher so Selbstgespräche. Manchmal fluche ich auch Gegenstände, bzw. Geräte an und unterhalte mich mit denen...

@DamnedSnob Die antworten meist in Form von Rauchwolken oder seltsamem, nicht geplantem Verhalten.

@DamnedSnob
Mir hilft gegenüber verschiedenen Personen formulieren Klarheit und Worte finden. Im Prozess wird mir der Kern des Problems deutlicher. Ich habe keine Stammbesetzung, bei mir sind das die jeweiligen Personen aus dem Umfeld, die es auch beträfe.

@DamnedSnob Führe die virtuellen Gespräche, besonders wenn ich etwas wichtiges zu sagen habe. Das ist wie vorher ausprobieren. Rede aber auch aktiv mit mir selbst.

@ninniach Mit mir selbst rede ich nicht, aber ich ertappe mich manchmal, dass ich den Mund bewege, wenn ich so Dinge intern bespreche. Noch ein Grund, Masken in der Öffentlichkeit beizubehalten. 🙈

@DamnedSnob Bei mir ist es sehr ähnlich: Ich stelle mir den Gesprächsverlauf mit der Person vor und mein Geist fängt automatisch an, jedweges Outcome durchzugehen, zu analysieren, Flaws zu entdecken und sich auf bestimmte Outcomes, die am wahrscheinlichsten ist, vorzubereiten. Das ist bei mir so seit meiner Kindheit. Das ist übrigens ein Grundzug der "Architect"-Persönlichkeit. In einer Beziehung ist das etwas nervig, in der Realität taktisch aber extrem nützlich, für mich jedenfalls.

@p3nguin Ich mache das, glaube ich eher weniger für ein Ziel im realen Leben. Oft ist das eher eine Sache, die passiert, wenn mir langweilig ist. Dann unterhalte ich mich halt mit meinen virtuellen Personen über diverse Dinge. Also am liebsten unterhalte ich mich mit denen über mich selbst, wahrscheinlich weil ich das in echt auch niemanden ständig zumuten kann.

@DamnedSnob Kommt drauf. Es gibt den Avatarmodus, dann nutze ich bestimmt Charaktere, wo ich untersuche und üben kann oder Situationen, die noch nicht vrrarbeitet habe. Oder Situationen erscheinen und ich höre nur zu, was das Ego erzählt. Wichtig ist nur zu wissen, wann Schluß ist, den das Ego nutzt solche Situationen, um mich zu schützen und oft psssiert das Gegenteil, dann Bewusst Atmen und die Gedanken werden gelöscht mit Illusion von Selbstgespräch

@DamnedSnob Warst Du schon mal einem toxischen Narzissten ausgesetzt? Eltern vielleicht? Ich mache das sehr, sehr intensiv und denke, dass es davon kommt, dass ich genau so einen Vater hatte. Da MUSSTE ich mir hundertmal überlegen, wie ich was sage, um nicht jedes Mal sofort and die Wand argumentiert zu werden.

@goettergattin42 Nein. Zum Glück nicht.

Ich mach das auch nur sehr selten als Vorbereitung für reale Gespräche oder Entscheidungen, die ich treffe. Da kommt meist alles aus dem Bauch heraus. Es dient eher der Selbstreflexion oder auch wenn mir langweilig ist, dann erzähle ich meiner inneren virtuellen Freundin lustige Episoden aus meinem Leben während ich auf den Bus warte oder so.

@DamnedSnob nee, das mach ich nicht. Aber ich bereite Gespräche oft sehr intensiv im Kopf vor. Je nach emotionalität und Wichtigkeit manchmal tagelang, bis ich mich gut vorbereitet fühle.

@DamnedSnob
Bin, kurz nachdem ich Deinen Toot gelesen habe, über diese Stelle in "Anfänge" von David Gräber und David Wengrow gestolpert.

@DamnedSnob Habe für 1 gestimmt, könnte aber im gleichen Maße für 2 stimmen. Manchmal auch für 3. Keine Ahnung, ob Langeweile auch einen Anteil hat. Darüber habe ich noch nie nachgedacht.

@ninniach interessant. Bei mir ist es fast immer entweder Selbstreflexion oder Langeweile.

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